Anlagebedingter (erblicher) Haarausfall

Anlagebedingter (auch erblicher oder hormonbedingter) Haarausfall ist bei weitem die häufigste Form des Haarausfalls. Dieser erbliche Haarausfall ist, wie der Name schon sagt, eine durch die genetischen Anlagen vererbte Form des Haarausfalls. Durch das Fehlen bestimmter Wachstumshormone verändert sich der natürliche Haarwuchszyklus dahingehend, dass die Wachstumsphase kürzer und Ruhephase länger wird.

Dies führt dazu, dass an den betroffenen Stellen mehr Haare ausfallen als wieder nachwachsen. Zudem werden die verbleibenden Haare an diesen Stellen mit der Zeit zunächst immer dünner bis sie durch Lanugohaare (den dünnsten Haartyp) ersetzt werden und schließlich auch ausfallen. Die am meisten vom erblichen Haarausfall betroffenen Stellen sind bei Männern die „Geheimratsecken“, mit fortschreitendem Verlust nach bestimmten Mustern, bei Frauen der gesamte Stirnansatz.

Allerdings sind „nur“ 40 % der Frauen von erblichem Haarausfall betroffen während fast jeder zweite Mann dieses Problem hat. Ein weiterer kleiner Unterschied zwischen Mann und Frau besteht darin, dass sich erblicher Haarausfall bei der Frau meistens ein schleichender Prozess ist, der erst spät bemerkt wird, während beim Man die betroffenen Stellen schnell sichtbar werden.

Die Vermutung, dass erblicher Haarausfall von den weiblichen Genen weitergegeben wird scheint ebenso unbegründet zu sein wie die Angst, man könnte Haarprobleme bekommen, nur weil der Vater oder der Opa Haarausfall haben. Vielmehr scheint es so zu sein, dass mehrere Gene zusammen für die Vererbung des anlagebedingten Haarausfalls verantwortlich sind.

Daher kann man sich nur an die Faustregel halten, dass das Risiko einen erblichen Haarausfall zu bekommen umso größer ist, je mehr Verwandte Haarprobleme haben oder hatten. Doch selbst wenn kein solcher Fall von Haarausfall in der Familie bekannt ist, besteht ein Restrisiko, trotzdem erblichen Haarausfall zu bekommen.