Eignung fuer die Haartransplantation
Die erste Frage, die sich stellt, bevor man sich einer Haartransplantation unterziehen kann, ist, ob sich die Form des Haarausfalls für eine solche Therapie eignet, denn nicht jede Art des Haarverlustes kann so behandelt werden.
Der hormonbedingte (erbliche) Haarausfall des Mannes eignet sich in den meisten Fällen für die Haarverpflanzung, während man bei Frauen unterscheiden muss, ob der erbliche Haarausfall nach „männlichem Muster“ oder ob er diffus stattfindet. Nur in dem Fall, wenn das Haar nach „männlichem Muster“ im Stirnbereich (Haaransatz, „Geheimratsecken“) ausfällt ist Haartransplantation die geeignete Methode. Opfern eines unfallbedingten Haarausfalls, z.B. durch Verbrennungen der Kopfhaut bei flächendeckender Vernarbung der Kopfhaut, haben auch gute Aussichten auf eine erfolgreiche Haarverpflanzung.
Nicht geeignet für eine Behandlung durch Haartransplantation hingegen sind diffuser Haarausfall, da der Haarausfall in diesen Fällen nicht stellenweise, sondern über den ganzen Kopf verteilt auftritt, und am wenigsten der kreisrunde Haarausfall (Alopecia areata). Da diese Haarerkrankungen zu Spontanheilungen neigt, wird in nahezu allen Fällen des kreisrunden Haarausfall von einer Haarverpflanzung abgesehen und zu anderen Methoden gegriffen, es sei denn man ist sich über die Ursachen absolut sicher und es ist davon auszugehen, dass keine spontane Heilung der Haarerkrankung mehr stattfinden wird.

