Durchfuehrung der Eigenhaartransplantation

Die Haartransplantation selber wird meistens ambulant mit lokaler Betäubung durchgeführt. Nachdem die ellipsenförmige Fläche am Hinterkopf zur Entnahme der Haare markiert wurde, erfolgt die gewöhnliche Operationsvorbereitung (Betäubung, Desinfektion, etc). Die Kopfhaut wird dann „balloniert“ (aufgespritzt), was der normalen Operationsblutung entgegenwirkt und den Eingriff erleichtert.

Es wird ein kleines Hautstück operativ entnommen, das jedoch nicht genau so wie es entnommen wird auch wieder eingesetzt wird. Es wird vorher in kleinere Haareinheiten (Transplantate) geteilt, entweder in Minigrafts (3 bis 5 Haarwurzeln) oder in Mikrografts (mit 1 bis 2 Haarwurzeln). Bis diese jedoch wieder eingepflanzt werden, müssen die Transplantate in einer gekühlten Nährlösung gelagert werden.
Auch die vom Haarausfall betroffenen Stellen werden nun „balloniert“ um auf die Wiedereinsetzung der Grafts vorbereitet zu werden.

Diese Vorbereitung geschieht durch das die Öffnung der Kopfhaut an den Stellen, an denen die Transplantate eingesetzt werden sollen. Mit Miniskalpellen werden kleine Schnitte (Inzisionen) in die Kopfhaut gemacht. Mit Hilfe eines Spezialbohrers wird an diesen Inzisionen das Einsetzen der Transplante durch Schaffung des benötigten Raumes (in der Tiefe der Kopfhaut) ermöglicht.

Die Schwierigkeit besteht hier vor allem darin, den natürlichen Haarwuchs (samt Richtung des Haarwuchses) nach zu empfinden. Mit mikrochirurgischen Pinzetten werden dann die Grafts in die Bohrlöcher eingesetzt.